Belgien

Willkommen in Brüssel

Stadtportrait  

Wer könnte Brüssel besser beschreiben als ein Surrealist? Jean Cocteau bezeichnete seinen Grand-Place als „großartigste Bühne der Welt“. Victor Hugo sagte über das majestätische Rathaus, auf dessen Spitze der Erzengel Michael einen Drachen besiegt, dass es „der Fantasie eines Dichters entsprang und in den Kopf eines Architekten fiel“ – ein Beweis, dass die Stadt auch Romantiker zu begeistern weiß. 

Zahlreiche Fantasien scheinen sich allerdings aus den Köpfen der Brüsseler Architekten verabschiedet zu haben. Doch obwohl die schmerzhafte „Brüsselisierung“ viele wichtige Gebäude zerstörte, sind in der Stadt immer noch architektonische Prachtstücke zu finden. Vor allem dank Victor Horta und Paul Hankar wurden die Brüsseler Fassaden von den floralen Ranken des Art Nouveau überzogen, welcher sich danach in ganz Europa etablierte. Die Bezirke Ixelles, Saint Gilles und Schaerbeek gehören zu den schönsten Beispielen dieser wichtigen Epoche. Bei einigen Ingenieuren konnte auch ein gewisser Größenwahn beobachtet werden, welcher unter anderem von Leopold II., dem Baukönig, gefördert wurde. Sichtbar wird dieser unter anderem im Jubelpark (Parc du Cinquantenaire) mit seinem Triumphbogen und Gebäuden, die erbaut wurden, um das 50. Jubiläum der im Jahr 1830 gegründeten Nation zu feiern. In einer anderen Ära mit neuen Ideen wurde das Atomium für die Weltausstellung des Jahres 1958 erbaut. Es wurde zum stahlgewordenen Symbol des Vertrauens in die Wissenschaft und die Zukunft der Stadt. In seinem Schatten finden Sie eine Miniaturversion des Bauwerks, einen winzigen Eiffelturm und viele andere Modelle, die im Mini-Europa daran erinnern, dass Brüssel auch die Hauptstadt der Europäischen Union ist. Obwohl es derzeit zahlreiche Neuerungen gibt, respektiert auch das Parlamentsviertel seine Wurzeln und beherbergt ein großartiges Museum für Naturwissenschaften. 


Als Stadt der Mode hat Brüssel zahlreiche hervorragende Designer hervorgebracht, die in der eleganten Rue Dansaert und um den Place du Châtelain zu finden sind. Entlang der Rue Neuve oder im Woluwé-Einkaufszentrum heißt die Stadt allerdings auch große internationale Marken willkommen. Man kann Brüssel als schick, aber nicht versnobt, und bescheiden mit einer großen Portion Selbstironie beschreiben. „Während man in Paris zum Pariser wird und sich in London in einen Londoner verwandelt, wird man von Brüssel nicht zum Einheimischen gemacht, sondern darf ganz man selbst bleiben. Seine Einwohner strahlen jene Wärme aus, die dem Klima fehlt“, so formulierte es Eric-Emmanuel Schmitt treffend. Er muss dabei an die Gastfreundschaft der traditionellen Kneipen – der Estaminets – bei einem Gueuze-Bier, die Hektik des Flohmarktes in Marolles, die Restaurants der kreativen Köche, die hart umkämpften Matches im König-Baudouin-Stadion oder in Anderlecht und die zahlreichen Veranstaltungen, die im Brüsseler Jahreskalender für Abwechslung sorgen, gedacht haben. Die Stadt wartet beim Weihnachtsmarkt im Dezember mit funkelnden Schneeflocken auf, und im Sommer findet der Ommegang, ein historischer Kostümumzug, statt. Brüssel ist eine Stadt der Konzerte und veranstaltet zahlreiche renommierte Festivals – vom Couleur Café bis hin zum Brüsseler Jazz Marathon. Auch Nuits Blanches für Nachtschwärmer finden regelmäßig statt. Beim Brüsseler Bierwochenende wird das Lieblingsgetränk der Stadt gefeiert. Ganz gleich, ob es Hemingway gefiel oder nicht: In Brüssel herrscht zweifelsohne das ganze Jahr über Partystimmung.

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